Wetterchronik 1901

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11. März

Saharastaubfall eingetragen von Klimario am 11. August 2001

Nach starken Sandstürmen in der Sahara wurde der feine Sand durch
ein, von Tunesien zur Ostsee ziehendes, Tief nach Norden verfrachtet.
In 2500 m Höhe zog das Tiefzentrum von der algerischen Küste in
Richtung Luxemburg.

Der mitgeführte Staub wurde östlich einer Linie Tunesien - Emsmündung
abgeladen. Die betroffenen Flächen waren :
Afrika ... 330 000 kmē (trockener Staubfall ohne Niederschlag)
Italien ... 142 000 kmē (trocken oder leichter "Blut"regen)
Österreich und Süddeutschland ... 67 000 kmē (Regen, Graupel, Hagel, Schnee)
Ungarn, Bosnien, Montenegro ... 55 000 kmē (Regen, Schnee)
Norddeutschland, Polen ... 172 000 kmē (Regen, Schnee, Graupel)
Dänemark ... 1 500 kmē (Regen, Schnee)
Sogar in Rußland (Gebiet um Kostroma und um Perm) fiel gelblicher Schnee.

Die Menge des abgelagerten Staubes in Europa wurde auf mind. 1,8 Mio Tonnen
bestimmt. Insgesamt wurden schätzungsweise 150 Mio Tonnen Sand und Staub in
Afrika bewegt.

Quellen:

"Der grosse Staubfall vom 9. bis 12. März in Nordafrika, Süd- und Mitteleuropa"
von G.Hellmann und W.Meinardus
Abhandl. des Königl. Preuss. Meteorol. Inst. Bd.II. No.1.









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