Wetterchronik 1784

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Winter 1783/1784

starke Schneefälle und Donauhochwasser eingetragen von Mark am 16. Juni 2001

Dißes Jahr ist wegen seinen grossen Überschwemungen merckwirdig. Schon die Lezten Tage
im December 1783 verursachten daß gleich anfang Jänner sich daß Eis in der Donau sezte
und durch beständiges Schneien und Gefrieren wurde dasselbe 3 bis 4 Schuh dick und an
manchen Orten gefror der Strom biß auf den Grund.Am 27. Jänner fieng es wiederholt zu
Schneien an, und der Schnee fiel 8 Tage lang in solcher Menge daß mann hier im Freythofe
kein Kreuz mehr hervorragen sah, zu Ende Februar fiel Thauwetter ein und am 28ten brach die
Eisdecke und der Eisgang gieng glücklich voriber daß Wasser aber stieg zu einer ungeheuren
Höche alle Brückenhölzer der abgetragenen Brücke und vieles Scheitterholz wurde
fortgeschwemt, und ein in der Marcktmühle eigemauertes Stein zeigt noch die Wasserhöhe, im
Hauße des Schmidts riß daß Wasser dem Schmidtstock sambt den daraufstehenden Ambos
heraus. Im Dorfe Gaden giengen über 40 Stück Großes Vieh zugrunde, und die unter den
Dächern in der Kälte Lebenden Einwohner wurden durch die von den Fischern von Pförring
zugeführten Lebensmitel unterhalten. Auch daß Dörfchen Au hatte gleiche Drangsall und es
gingen dort fünf Pferde zugrund. Obwohl Kälte und Schnee in dißem Jahre auserordentlich
waren so war doch daß Jahr zimlich fruchtbar, nur der Sommerbau stand wegen Düre sehr
schlecht.

Quellen:

Chronik von Pförring, Alois Busch
http://www.altmuehlnet.de/~pfoerring/Chronik/1773-1799.htm









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