Wetterchronik 1799

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Winter 1798/1799

strenger Winter eingetragen von Mark am 15. Juni 2001

Im gleichen Jahr (1798) stellte sich der Winter schon mit Ausgang November mit Schnee ein. Den 20.
Dezember fiel eine außerordentliche strenge Kälte ein. Die 3 Weihnachtsfeiertage über konnte
man durch kein Fenster sehen, und war den 25. und 26. Dezember so heftig, daß nach
gemachten Beobachtungen die Kälte 12 bis 14 Grad unter dem Nullpunkt gestanden und also
die Anno 1740 noch übertroffen haben soll. Die Kälte hat 14 Tage so heftig angehalten. Aus
Paris, Wien, Petersburg, ja sogar aus Italien hat man in den Zeitungen Nachrichten von heftiger
Kälte gefunden. Große Flüsse, als die Elbe, Mulde etc., sind zugefroren.

Den 26. Januar 1799 fiel wieder ein großer Schnee. Aus Holland, von den Weingegenden und
vielen anderen Orten sind die betrübtesten Nachrichten eingegangen von großen
Überschwemmungen, daß Städte und Dörfer ganz unter Wasser gesetzt wurden und die
Einwohner auf Kähnen nur ihr Leben zu retten wußten. Durch die sehr großen Eisschollen sind
ganze Häuser eingestürzt und sehr viele zur Bewohnung unbrauchbar gemacht worden,
deshalb sehr viele Familien in die dürftigsten Umstände geraten sind.

Quellen:

Annaberger Chronik von Carl August Bielitz
http://www.streifzuege-online.de/chronik/annaberg/bielitz/start.htm









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