Wetterchronik 1972

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13. November

Niedersachsen-Orkan eingetragen von Mark am 2. Juli 2001

Die orkanartigen Sturme am 13. November 1972 haben in ganz Mitteleuropa Schäden in einem Ausmaß verursacht, das bis dahin unbekannt war. Durch umstürzende Bäume, abgedeckte Dächer, zerstörte Autos und andere Einwirkungen kamen nach Presseberichten 63 Menschen ums Leben, davon 51 alleine in Deutschland und unzählige wurden verletzt. Besonders schwer betroffen war das Land Niedersachsen. Hier wurden von der etwa 300km breiten Orkanwalze in wenigen Minuten flächenweise Altholzbestände geworfen und abgedreht, Jungwälder angeschoben, Verkehrswege blockiert sowie bauliche und Versorgungsanlagen zersplittert. Schulen und Betriebe mußten geschlossen werden, die Stromversorgung und Nachrichtenverbindungen brachen zusammen. Noch im Dezember 1972 waren die Landkreise Oldenburg, Cloppenburg, Vechta u.a. Katastrophengebiet und Bundeswehreinheiten zu Ordnungs- und Aufräumarbeiten eingesetzt. Nach einer statistischen Erfassung der "Sturmschäden vom 13. November 1972 in den Forsten Niedersachsens" wurden "von der in Niedersachsen 954.244 ha großen Holzbodenfläche auf über 100.000 ha ca. 16 Millionen Festmeter Holz oder 50 Millionen starke Bäume geworfen. Der Gesamtschaden wird auf über 1 Milliarde DM geschätzt."

In Hamburg fiel der Luftdruck in knapp 12 Stunden um 40 mbar auf 955.5 mbar und stieg danach ebenso rasch wieder an.

Quellen:

Berichte des Deutschen Wetterdienstes Nr. 135, Zwei Wetterkatastrophen des Jahres 1972: Der Niedersachsen-Orkan und das Gewitterunwetter von Stuttgart









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