Wetterchronik 1789

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Winter 1788/1789

sehr strenger Winter eingetragen von Mark am 15. Juni 2001

Anno 1788 war ein grimmiger Winter an Kälte und Schnee, dergleichen in diesem Jahrhundert
nicht gewesen. Im Monat Dezember stellte sich eine so strenge Kälte ein, welche die Anno 1785
und 1740 noch bei weitem übertroffen. Zu Weihnachten war sie so heftig, daß die Vögel aus der
Luft erstarrt herunter gefallen sind. Viele Reisende sind erfroren und viele Hasen und anderes
Wild hat man im Schnee tot gefunden. Es sollen sich in den Wiener Vorstädten auch Wölfe
gezeigt haben. Nach angezeigten Beobachtungen ist die Kälte 14 bis 16 Grad unter dem
Gefrierpunkt gestanden und hat bis nach dem Heiligen Dreikönigstag abwechselnd angehalten.
In weit entlegenen Ländern ist nach eingegangenen Nachrichten auch eine große Kälte
gewesen. Aus Rom wurde gemeldet, daß vom 27. bis 30. Dezember ein so häufiger Schnee
gefallen, dergleichen seit 52 Jahren nicht geschehen. Desgleichen auch in Neapel, welches in
jenem Klima, wo beinahe ein beständiger Frühling grünt, eine sehr seltene Erscheinung ist. Die
Posten und Fuhrleute haben des tiefen Schnees wegen müssen stille liegen.

Quellen:

Diese chronikalischen Aufzeichnungen von Carl August Bielitz befinden sich in einem
Exemplar des ersten Teils der Annaberger Chronik von Adam Daniel Richter als Anhang. Die
handschriftlichen Aufzeichnungen bestehen aus 40 Seiten und sind am Ende dieser Chronik
eingebunden und befinden sich im Besitz des Ratsarchivs Annaberg-Buchholz.
http://www.streifzuege-online.de/chronik/annaberg/bielitz/start.htm









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