Wetterchronik 1778

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8. Juni

Hagelunwetter in Annaberg/Erzgebirge eingetragen von Mark am 15. Juni 2001

Anno 1778, den 8. Juni, als am 2. Pfingstfeiertag, des Nachts zwischen 11 und 12 Uhr wurde
unsere Stadt mit einem fürchterlichen Donner- und Schloßenwetter heimgesucht, welches alle
Fenster, so gegen Abend liegen, zerschmetterte. Dadurch wurden auch Felder und Gärten in 10
Minuten gänzlich vernichtet. Unter den Schloßen, welche bald ½ Elle hoch lagen, waren Stücke
von Hagel in Größe wie Hühnereier befindlich. Überdies hat ein danach fallender starker
Platzregen viele Felder verschlammt und die Wege zerrissen. Viele Vögel und Hasen hat man
erschlagen gefunden. Dieses Ungewitter hat auch die Gegenden Geyersdorf, Mildenau,
Mauersberg, Arnsfeld und andere Orte mehr auf eben diese Weise betroffen. Da also das schon
in der Blüte stehende und eine reiche Ernte versprechende Getreide gänzlich zerschlagen, so
sind die meisten Einwohner, besonders der arme Landmann, in bejammernswürdige Umstände
versetzt worden.

Quellen:

Diese chronikalischen Aufzeichnungen von Carl August Bielitz befinden sich in einem
Exemplar des ersten Teils der Annaberger Chronik von Adam Daniel Richter als Anhang. Die
handschriftlichen Aufzeichnungen bestehen aus 40 Seiten und sind am Ende dieser Chronik
eingebunden und befinden sich im Besitz des Ratsarchivs Annaberg-Buchholz.

http://www.streifzuege-online.de/chronik/annaberg/bielitz/start.htm









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