Wetterchronik 1784

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28. Februar

Mainhochwasser in Zellingen, Eisschollen im Dorf eingetragen von Mark am 15. Juni 2001

1784
Am 28. Februar brach das Eis des zugefrorenen Mains durch
plötzlich eintretendes Tauwasser plötzlich auf und überschwemmte
anderen Tages unser Dorf bis zum Gasthof "Zum Adler". Durch die
Kraft des Wassers wurde die Schloßgartenmauer zum Teil
eingerissen. Die Eisschollen wurden von der Schlossgasse her
mitten durch das Dorf am jetzigen Alten Rathaus und am späteren
Gasthaus zum Lamm vorbei durch das 1897 abgebrochene
Vorstadttor in den Bach getrieben. Es war an einem Sonntag. Der
Pfarrer war durch das Hochwasser im 1. Stock seiner Wohnung
eingeschlossen. In Zellingen konnte kein Gottesdienst gehalten
werden. Deshalb besuchten viele Leute von hier in Unterleinach die
heilige Messe. Von dort holte auch Kaplan Calpach das
Allerheiligste, um eine schwerkranke Frau in Zellingen zu versehen.
Dank dem heimatkundlichen Verständnis des 50er Gemeinderates
wurde die Markierung außergewöhnlichen Hochwasserstandes an
einer Hauswand in der Nähe der Mainbrücke gut und übersichtlich
erneuert. 1784 betrug der Hochwasserstand 6,8 Meter.

Quellen:

Chronik von Zellingen
http://www.zellingen.de









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