Wetterchronik 1729

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26. Januar

Hochwasser nach Tauwetter in Belleben eingetragen von Mark am 1. Juli 2001

Als am 26.Januar 1729 der Familie Jakob Berger ein Söhnchen geboren war, gab es ein Hochwasser, das nicht nur die Taufe
verhinderte, sondern viele Familien in den tiefer gelegenen Teilen des Ortes in Not und Gefahr brachte. Das Taufbuch berichtet
darüber wie folgt: "Dies Kind konnte gleichwohl nicht am gesetzten Tag, sondern erst am 30. ejusd. getauft werden. Denn Gott ließ
in der nacht ein plötzliches Tauwetter und Regen kommen, daß aus dem tief gelegenen vielen Schnee ein solch großes Wasser
wurde, daß des Morgens um 8.00 Uhr niemand mehr über den Bach an der Pfarrwohnung kommen konnte. Und von der Stunde an
wuchs es so heftig, daß um 11.00 Uhr das Wasser aus dem Bache der zum Läger fließt, mit dem sogenannten Pfarrbache
zusammen in der Pfarrgasse lief, sodaß nicht nur die Häuser tief und gefährlich unter Wasser gesetzt wurden, sondern sowohl die
Wand am Pfarrgarten, als auch Kretznern gegenüber Johns oben, auch sogar Hauswände und Wessings Scheune eingeworfen und
das Korn in anderen Scheunen verderbet wurde. Und weil die Leute hierherum aus ihren Häusern fliehen mußten, auch niemand in
unserer Gasse weder aus noch ein, auch die jenseits des Baches Wochenenden zu uns nicht kommen konnten, so mußte die
Taufe, in casu hoc necessitatis improviso (d.h. in diesem unvorhergesehenen Notfalle) bis auf den Sonntag, da sich das Wasser
soweit verlaufen, daß wir wieder zusammen in die Kirche gehen konnten, am Sonntag verrichtet werden. Welches außer solchem
Falle sonst nicht erlaubt wird. Gott verhüte ferner solch und andere Unglücksfälle in Gnaden!"

Quellen:

Chronik von Belleben
http://members.tripod.de/belleben/texte/chronikbelleben.html









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