Wetterchronik 1853

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8. Juli

Hagelunwetter in Sönnern/Werl eingetragen von Mark am 15. Juni 2001

Am 8. Juli 1853 wird Sönnern genau wie seine Nachbarorte von einer schweren Katastrophe
heimgesucht. Es wird berichtet:

1853, am 8. Juli nachmittags, erlitt unsere Gegend schweren Hagelschlag. Das Wetter entlud sich in
südwestlicher Richtung über die Fluren von Werl, Westönnen, Bergstraße, Scheidingen, Wambeln und
Sönnern. Hier ist Hagelschlag glücklicher Weise selten; aber ein solches Unwetter war seit
Menschengedenken, vielleicht noch niemals vorgekommen. Stücke, so groß wie Hühner- und
Gänse-Eier, in ungeheurer Menge, zerschlugen alle Früchte in Garten und Feld. Leute, die draußen
waren und nicht schnellstens Schutz finden konnten, waren in Lebensgefahr und kamen mit blutigen
Köpfen und blauen Flecken heim; sogar die, welche im Heu beschäftigt waren, konnten sich nicht genug
schützen. Am meisten haben die Fluren von Sönnern gelitten.
Zur Erinnerung an diesen schrecklichen Tag und zur Abwendung ähnlichen Unglücks halten die
Einwohner von Sönnern seitdem jährlich an dem Jahrestage eine Bitt-Prozession zum
Gnadenbilde der Muttergottes in der Wallfahrtskirche zu Werl.

Quellen:

Ortsgeschichte Sönnern
http://www.ingrid-pruente.de/soennern/schicksal/hagelschlag01.html









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