Wetterchronik 1891

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21. Januar

Schneeverwehungen im Oestertal eingetragen von Mark am 1. Juli 2001

JANUAR
21. Januar 1891 (Aus dem Oestertal) In den letzten Tagen hat der Schnee in den Bergen
und Thälern des Ebbegebirges eine Höhe erreicht, wie sie selten hier beobachtet wird. An
vielen Stellen hat der Sturm den Schnee mehr als einen Meter hoch aufgethürmt, und die
Hohlwege sind stellenweise nicht mehr wahrzunehmen. Nur mit Aufbietung aller Kräfte
sieht man vereinzelt Personen sich langsam über die Anhöhen durch die Schneemassen
Bahn brechen. Unsere Gewässer sind beinahe bis auf den Grund zugefroren, selbst unter
den Brücken. Das Schlimmste ist zu befürchten, wenn in ein paar Tagen durch
Regengüsse der Schnee zum Schmelzen gebracht wird. Das Wasser würde in diesem
Falle stromweise über den steinhart gefrorenen Boden von den hohen Bergen
herunterkommen und - da das Eis, welches an den Wurzeln der an den Ufern der Ebbecke
und Oester sich befindenden Sträucher einen festen Halt hat und darum von dem Wasser
nicht weggerissen werden kann, das Flußbett zu einem großen Theile ausfüllt - mehrere
Häuser, besonders eine Mühle und zahlreiche Brücken in Gefahr bringe

Quellen:

Süderländer Tageblatt, Plettenberg-Lexikon, Jahresrückblick 1891
http://www.plbg.de/lexikon/rueckblick/1891.htm









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