Wetterchronik 1816

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zum Jahr

Mißernte und Hungersnot in St. Martin eingetragen von Mark am 15. Juni 2001

Aus dem Jahr 1816 berichtet Heinrich Willem: "Am 1. Mai hat es ein Donnerwetter gegeben und hat
fast zu sagen alle Tage geregnet. Die Wingert sind wegen der Nässe nicht gegraben worden. Das
Heu ist verdorben und die Trauben haben erst nach Jakobi zu blühen angefangen. Den ganzen
Sommer ist Regenwetter geblieben. Viele Kartoffeln sind nicht gehackt und nicht gehäufelt worden.
Im Gäu ist das Heu im Morast ersoffen und ist mit Pferden herausgezogen worden. Am ganzen Rhein
ist wegen der Überschwemmung ein solcher Schaden gewesen, der nicht zu beschreiben ist. Im
Herbst hat es fast gar nichts gegeben. Von 11 ½ Viertel erhielt ich zwei Ohm Wein. Dieser ist
essigsauer und auch sonst zu nichts zu gebrauchen. Doch hat das Fuder 160 Gulden gekostet."

Durch die Mißernte im Jahr 1816 entstand eine unbeschreibliche Hungersnot, die im Jahr 1817 ihren
Höhepunkt erreichte. Sie trieb kinderreiche Familien an den Rand der Verzweiflung. Mancher
Familienvater sah sich gezwungen, einen Wingert für Lebensmittel zu verkaufen. Es soll
vorgekommen sein, daß für einige Hühner ein Weinberg erhältlich war.

Quellen:

Geschichte St. Martins
http://home.nexgo.de/fjz234/Chronik/Geschichte3.html









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