Wetterchronik 1891

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Januar

Rhein friert zu eingetragen von Mark am 29. Juni 2001

" Wie der Winter den Rhein bezwingt. Eisbrücken über den Rhein! Es klingt
wie ein Märchen, und doch brauchst du nicht zu zweifeln an dieser gewaltigen
Naturerscheinung. Noch nicht sehr lange ist es her, da gelang es dem rauhen
Gesellen mit dem glitzernd weißen Gewande in drei Jahren zweimal. den
Rhein trotz seiner Größe und Stärke in Fesseln zu legen. Wie ein kluger und
geschickter Baumeister ging der Winter zu Werke. An der Oberfläche des
Stromes das Wasser gefrieren zu lassen, war unmöglich. Deshalb baute er
die Brücke aus Grundeis auf. Dieses bildete er auf dem Boden des
Flußbettes, wo die Strömung am schwächsten ist und die Eisnadeln sich an
feste Körper ansetzen können. Dichter und dichter wurde der Rhein mit
Schollen bedeckt, krachend schoben sie sich ineinander und aufeinander, bis
am 11. Januar 1891 die schwerfällige Masse unterhalb Homberg zum Stehen
kam, eingeklemmt zwischen den beiden Ufern. Eine Bauzeit von 7 Wochen
war zur Errichtung der Brücke erforderlich gewesen. Während dieser Zeit
hatte die Kälte oft einen sehr hohen Grad erreicht. 14 Tage lang blieb das
Wunderwerk bestehen, dann wurde es von der Natur selbst wieder zerstört."

Quellen:

Friedrich Brinkmann
(* Altendorf b. Essen 20.4. 1873, Duisburg 2.4.1929) war Volkschulrektor in
Homberg und Duisburg und zugleich in der Stadt - und
Heimatgeschichtsforschung tätig.









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