Wetterchronik 1993

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24. September

Unwetterkatastrophe in Brig (VS) eingetragen von Patrick Ulrich am 15. Juni 2001

Am 24. September 1993, Freitagnachmittag, begann im Oberwallis eine eigentliche Hochwasserkatastrophe. Die Ursachen waren verschiedene witterungsbedingte Faktoren sowie menschliche Einwirkungen: einerseits dreitägige, anhaltend schwere Regengüsse mit flächenmässig grosser Ausdehnung und anderseits eine warme, südliche Höhenströmung mit Staulagen, die dauernd neue Regengüsse brachte und die Schneefallgrenze bis 3000 Meter anhob. Der Niederschlag fiel somit nicht als Schnee, sondern als Regen, der auf den bereits gesättigten Böden rasch abfloss. Durch die folgenden Hochwasser wurden immense Geschiebemengen umgesetzt und zu Tale transportiert. Die enorme Geschiebemenge, im Moment der Katastrophe rund 1,5 Tonnen pro Sekunde, verklauste sich an der Saltinabrücke. Der ganze Hochwasserabfluss mit Geschiebe ergoss sich alsdann ins Städtchen. Der Bahnhof, viele Strassen mit Hunderten von Gebäuden sowie etwa Tausend Autos wurden mit Geröllmassen teilweise meterhoch zugedeckt. Die Versicherungen bezeichnen die Überschwemmungen im Wallis als ihr bisher grösstes Elementarereignis. Die Gesamtkosten inklusive Infrastrukturschäden bei Bund, Kanton und Gemeinden sowie die nicht versicherbaren Elementarschäden werden von Experten auf rund 650 Millionen Franken geschätzt (Stand 21. Oktober 1993).

Tagelange Niederschläge, ausgelöst durch südliche Höhenströmung mit Staulagen, die dauernd neue Regengüsse brachte und die Schneefallgrenze bis 3000 Meter anhob, liessen das Flüsschen Saltina derart anschwellen, dass mitgeführtes Geschiebe (1.5 t/s !) schliesslich im Zentrum von Brig an der Saltinabrücke gestaut wurde. Der Bahnhof, viele Strassen mit Hunderten von Gebäuden sowie etwa Tausend Autos wurden mit Geröllmassen teilweise meterhoch zugedeckt.

Quellen:

Bundesamt für Wasser und Geologie, 2501 Biel










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