Wetterchronik 1845

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zum Jahr

kalter Winter, trockener Sommer eingetragen von Mark am 23. Juni 2001

War ein ungewöhnlicher Winter, erst am 7. 8. und 9. Februar fiel ungemein viel Schnee, dann
tratt strenge Kälte ein, die bis Ende Merz andauerte, noch an hl. Ostertag welcher am 23. Merz
fiel war noch strenge Kälte und 3 Schuch tiefer Schnee, am 27. Brach das Eis in der Donau
und ein hocher Wasserstand erfolgte welcher 8 Tage anhielt. Bey dem in dißen Winter so
häufigen Schnee, und strenger Kälte verunglückten viele Menschen auf Reisen und in den
Gebirgsgegenden. Vieles Wild in den Wäldern unterlag dem Hunger und der Kälte selbst Vögl
fand man erfroren die ältesten Leuthe erinerten sich nicht eines so strengen Winters noch im
Monath Merz, in dessen Mitte das Termometer nach Reaumur auf 22 Grad unter 0 stand.

Der Langligende tiefe Schnee verursachte Faulung in den Saatfeldern daher das Korn sehr
wenig und sehr schlecht auch auch an Gersten war der Ertrag wegen Trockne im Somer die
Ernte gering. Bey dißen Verhältnißen stigen die Getreidepreiße nahmhaft, das Korn kostete im
Somer 18 bis 20 f der Weitzen 22f die Gerste 17 und 18 f der Haber 8 f der Hopfen anfangs 66 f
später 40f.

Quellen:

Chronik von Pförring
http://www.altmuehlnet.de/gemeinden/pfoerring/Chronik/1843-1850.htm









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