Wetterchronik 1953

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1. Februar

Hollandflut eingetragen von Mark am 23. Juni 2001

Niederlande, Belgien, England 1953
Die Sturmflut vom 31. Januar/1. Februar 1953 war die schwerste Naturkatastrophe des 20. Jahrhunderts im Bereich der Nordsee. Drei Tage lang drückte ein kräftiger Nordweststurm fast 500 Mio. m3 Wasser in die südliche Nordsee. In den Niederlanden (ca. 1800 Tote), England und Belgien kommen mehr als 2000 Menschen ums Leben. In den Niederlanden brachen 50 Deiche, 3.000 Häuser wurden zerstört, 40.000 schwer beschädigt. Millionen Hektar wertvolles Ackerland wurden weggespült. Der Gesamtschaden belief sich auf mehr als 1 Mrd. DM. Kurz bevor die Sturmflut die deutsche Küste gefährdet, flaut der Wind ab, so daß es keine größeren Schäden gab, jedoch war es der Anstoß, die Deiche zu überprüfen.

Nach der Sturmflut von 1953 kam der Ruf, die zeeländischen Meeresarme abzusperren, um die Bevölkerung des Landes hinter den Deichen extra zu beschützen. So entstanden die "Deltawerke". Mit dem Bau eines Dammes im "Zandkreek" und eines Dammes in der Mündung des "Veerse Gat", wurde der See der Zugang verwehrt.

Am 10. Mai 1997 wurde mit der Eröffnung des Maeslant-Sperrwerks im Nieuwe Waterweg (Rheinmündung) durch Beatrix, Königin der Niederlande, ein weltweit einzigartiges Technikwunder offiziell in Betrieb genommen. Dies ist das Schlußstück des Deltaplans der nach der verheerenden Sturmflut
1953 zum Schutz der holländischen Küste und des Hinterlands erstellt wurde.

Ein riesiges Sturmflutwehr, bestehend aus zwei beweglichen Armen mit absenkbaren Segmenttoren, schützt die Häfen von Rotterdam und das Hinterland vor Sturmflutkatastrophen. Jede der 15 000 t schweren Stahlkonstruktionen ist mit 250 m so groß wie der Pariser Eiffelturm und dabei doppelt so schwer.
Die schwimmenden Hohlkammern der Segmenttore sind in einem Dock geparkt um den regen Schiffsverkehr - 140 Tanker und Frachter pro Tag - nicht zu behindern. Bei Sturmflutgefahr werden die Tore über je eine Antriebseinheit, bestehend aus 900
Zähnen und 6 Ritzel, eingefahren, geflutet und so auf Grund gesetzt.

Quellen:

verschiedene Webseiten









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