Wetterchronik 1362

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15. Januar

Zweite Marzellusflut, "Große Mannstränke" eingetragen von Mark am 23. Juni 2001

Als besonders dramatisch gilt die 1. Mandränke von 1362, in dessen Folge weite Teile der äußeren nordfriesischen
Utlande untergingen. "1362 was ene grote Flot, genahmet de grote Mandrenke" heißt es bei dem Kirchenschreiber Russe. Danach
begann die Flut am 15. Januar 1362, erreichte ihren Höhepunkt am 16. und endete einen Tag später. Der Chronist Anton Heimreich
(1626 bis 1685) berichtet, daß die stürmische Westsee 4 Ellen (etwa 2,4 m) über die höchsten Deiche gegangen sei, daß die Flut
21 Deichbrüche verursachte, der Ort Rungholt zusammen mit sieben anderen Kirchspielen in der Edomsharde unterging und 7600
Menschen umkamen. Die Chroniken sprechen insgesamt von 100.000 Toten, eine Zahl die sicherlich übertrieben ist.

In einigen Küstenabschnitten Nordfrieslands drang die Flut teilweise bis zum Geestrand vor. Große Buchten entstanden und Wattströme erweiterten sich zu breiten Meeresarmen. Der heutige Verlauf der deutschen Nordseeküste ist weitgehend durch diese Sturmflut vorgezeichnet worden.

Quellen:

Sturmfluten in Nordfriesland
http://www.uni-kiel.de/ftzwest/ag5/AG5_Expo_TRUTZ.htm









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