Wetterchronik 1789

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zum Jahr

Wetter und Weinernte in St. Martin eingetragen von Mark am 22. Juni 2001

1789 folgte auf den so harten Winter auch ein schlechter Sommer und dieser hat uns wenig
Gutes gebracht. Jede Woche gab es beinahe Regen und es war meistenteils kalt. Im Anfang des
Frühjahrs sind die Wingert, welche nicht erfroren waren, schön aufgegangen und haben sehr viel
Samen gezeigt, daß man sich wieder einen reichen Herbst schätzte. Als sie aber vor dem Blühen
standen, kam der Brand in sie und das Laub ist samt dem Samen abgefallen. So habe ich nicht
mehr als 7 Ohm Wein gemacht, der recht gering war. Auch die Frucht ist schlecht geraten. Es
kostet ein Malter Korn 9 bis 10 Gulden. Mit den Kartoffeln jedoch kann man zufrieden sein, was
noch das Beste ist. Gleich nach Martini kam wieder eine so strenge Kälte wie im vorigen Jahr.
Diese hat
aber nur vier Tage gedauert, worauf wieder gutes Wetter eintrat und man konnte im Felde noch
viele Arbeiten verrichten.

Quellen:

Johannes Christmann "Ein kleines Haus- oder Schreibbüchlein 1767" St. Martin
http://home.nexgo.de/fjz234/Appendix/franz/franz1.html









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