Wetterchronik 1788

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zum Jahr

Wetter und Weinernte in St. Martin eingetragen von Mark am 22. Juni 2001

1788 den 23. Januar, habe ich 83iger Wein verkauft das Fuder für 140 Gulden und 2 Gulden 45
Kreuzer in Kauf. Es ist dieser Wein in das Elsaß gekommen nach Reichshofen.
In diesem 1788ier Jahr haben wir uns wegen der letztjährigen Schloßen sehr wenig Wein
geschätzt. Die Reben standen schlecht und wären bei einem harten Winter oder März vollständig
zugrunde gegangen. Darum soll man niemals kleinmütig werden, denn Gott der Herr kann alles
wieder gut machen. Im März war die Witterung
günstig und diese hat den Reben nicht geschadet Ja, zuletzt hat uns Gott gesegnet; denn noch
nie habe ich einen so vortrefflichen Herbst erlebt als in diesem Jahr. Es gab sehr viel Wein und er
ist auch gut geworden. So habe ich 17 Fuder bekommen. Das Fuder gilt 50 Gulden.
Aber noch im gleichen Spätjahr haben wir gleich nach Martini eine so strenge Kälte bekommen,
daß beinahe alles erfroren ist Die Kälte hat bis in den halben Januar des folgenden Jahres
gedauert und die Reiberchen im Keller sind wir bis auf eins zugefroren. (Die Reiberchen sind die
hölzernen Zapfhahnen an den Fässern.)

Quellen:

Johannes Christmann "Ein kleines Haus- oder Schreibbüchlein 1767" St. Martin
http://home.nexgo.de/fjz234/Appendix/franz/franz1.html









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