Wetterchronik 1782

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zum Jahr

Wetter und Weinernte in St. Martin eingetragen von Mark am 22. Juni 2001

Im Jahr 1782 hat man während des Frühjahres nicht geglaubt, daß wir könnten Wein ma-
chen; an Pfingsten (19. Mai) waren die Weinberge noch vollständig tot. Darauf ist aber eine große
Hitze eingefallen und alles rasch gewachsen. An Johanni standen die Trauben bereits in Blüte
und sind auch rasch ausgewachsen. Als sie aber sollten reif werden, trat schlechtes Wetter ein.
Um keinen gar zu schlechten Wein zu bekommen, mußten wir spät herbsten, denn an Michaeli
(29. Sept.) waren die Trauben noch nicht zeitig. Wäre der Wurm nicht aufgetreten, so hätte es in
diesem Jahr einen vollkommenen Herbst geben können. Auch war von Jakobi bis Michaeli eine
solche Lamentation wegen der Fässer wie nie zuvor. Die Ohm Faß kostete in Eisen gebunden 3
Gulden, in Holz 2 Gulden. Wein gab es in befriedigender Menge; aber er war gering. So habe ich
neun Fuder geerntet; doch ist kein Kauf darin, wenn auch einige Mengen für 32 bis 33 Gulden wie
im vorigen Jahr abgesetzt wurden. Der Wein behielt diesen Preis bis 0stern 1783 und stieg dann
auf 40 Gulden, während man für den 81iger um diese Zeit bis 80 Gulden erlöste.

Quellen:

Johannes Christmann "Ein kleines Haus- oder Schreibbüchlein 1767" St. Martin
http://home.nexgo.de/fjz234/Appendix/franz/franz1.html









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