Wetterchronik 1781

Infos Neuer Eintrag Übersicht

zum Jahr

Wetter und Ernte in St. Martin, Hagelgewitter am 10. August eingetragen von Mark am 22. Juni 2001

Anno 1781 hatten wir eben wieder einen solchen hitzigen Sommer wie im vorigen Jahr. Bereits 14
Tage vor Johanni waren alle Trauben verblüht und dieselben haben sich auf den genannten Tag
schon gehängt. Alles wunderte sich über diese rasche Entwickelung und erhoffte einen voll-
kommenen Herbst. Doch bald darauf kam der Brand in die Weinberge und der Wurm in die
Trauben. Außerdem hat es am Samstag vor Laurentius (10. August) sehr viele und große
Schloßen gegeben, daß man hier den dritten Teil der Ernte verloren schätzte. In den nächsten
Orten aber wie Edenkoben, Rhodt, Hainfeld und Burrweiler war alles verschlagen, während es bei
uns noch gnädig abging. Die Traubenbeeren, welche getroffen, aber nicht zerfetzt waren, haben
zwar schwarze Flecken behalten, blieben aber sonst gut, vor allem die Gutedel. Darum haben wir
in diesem Jahr ebensoviel Wein bekommen wie im vorherigen. Niemand hatte sich dies geschätzt.
Es kam daher, daß es im Anfang vom Herbst einige Tage regnete. So sind die Trauben
aufgegangen und groß und der Wein gut geworden. Es fiel in diesem Jahr etwas mehr Regen als
im vorherigen und die Trauben konnten daher schön auszeitigen. Sie sind ganz braun geworden
wie es zuvor niemand gesehen. Doch galt das Fuder Wein nur 80 Gulden und viele Leute waren
genötigt sich während des Herbstes neue Fässer zu kaufen, wie auch ich ein solches für mich
gemacht, da man den Wein nicht absetzen konnte. Doch im folgenden Herbst stieg dieser Wein im
Preis und kostete 70 Gulden.

Quellen:

Johannes Christmann "Ein kleines Haus- oder Schreibbüchlein 1767" St. Martin
http://home.nexgo.de/fjz234/Appendix/franz/franz1.html









Passwort

Hosting: www.wetterzentrale.de, Programmierung: Mark Vornhusen