Wetterchronik 1780

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zum Jahr

Wetter und Weinernte in St. Martin eingetragen von Mark am 22. Juni 2001

Im Jahr 1780 war der Herbst wieder gut ausgefallen. Im Frühjahr hatte man dies jedoch
nicht erhofft. Alls man damals die Weinberge schnitt, mußten aus manchen Vierteln Wingert 4 bis
5, sogar bis 6 Fahrten (Schubkarren) Stöcke entfernt werden und hatte man beinahe den ganzen
Sommer hindurch kein Holz nötig außer den erfrorenen Rebstöcken. Doch hat uns Gott seinen
Segen mitgeteilt. So habe ich 10 Stück Wein geerntet und das Fuder galt im Herbst 40 Gulden. In
diesem Jahr herrschte aber eine solche Trocknung, daß es auf vielen Wiesen kein Ohmet (zweites
Heu) gab und in den Weinbergen kein Futter zu bekommen gewesen. Die Wiesen welche nicht
ausgedorrt waren, mußte man abgrasen um das Vieh zu erhalten. Die Frucht, besonders Korn
und Spelz, sind nur mittelmäßig geraten und die Sommerfrüchte standen wegen der großen
Trodenheit sehr schlecht. Kurz vor dem Herbst fiel zum Glück einiger Regen, sonst hätte man
auch nicht viel Wein erhalten. Das Korn galt 4 Gulden 36 Kreuzer, die Spelz 3 Gulden. Mit den
Kartoffeln war es schlecht bestellt und dieselben haben sehr gemangelt. Dabei hatte es auch kein
Winterobst gegeben.

Quellen:

Johannes Christmann "Ein kleines Haus- oder Schreibbüchlein 1767" St. Martin
http://home.nexgo.de/fjz234/Appendix/franz/franz1.html









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