Wetterchronik 1770

Infos Neuer Eintrag Übersicht

zum Jahr

Wetter und Ernte in St. Martin eingetragen von Mark am 22. Juni 2001

Anno 1770 waren anfangs wieder Aussichten zu einem recht guten Herbst. Aber der Wurm ist
wieder gekommen und während der Blüte war schlechtes Wetter. Auf Jakobi hat sich ein Nebel
eingesellt. Dieser hat die Trauben, welche blühten, verdorben. Das waren meistens Gutedel. Die
andern waren schon verdorrt, daß es klein hergegangen ist. Ich habe in 17 Vierteln Wingert ein
Fuder und 3 Ohm Wein gemacht. Er war dem 68iger gleich, etwas besser als der 69iger und das
Fuder galt im Herbst 70 Gulden. Wir hoffen aber mit Hilfe Gottes im zukünftigen Jahr mehr zu
bekommen. In diesem Jahr galt das Malter Korn während der Ernte 11 Gulden, im Herbst 8
Gulden, die Spelz 4 Gulden 48 Kreuzer, die Gerste 6 Gulden 36 Kreuzer, das Simmern
Grundbirnen anfänglich 12, später 24 und 25 Kreuzer, das Pfd. Butter 16 Kreuzer. Am 26. März
war ein großer Schnee gefallen und eine strenge Kälte eingetreten, daß es den ganzen Winter
nicht so kalt gewesen ist wie damals. Diese Witterung hat gegen 14 Tage angehalten Im Jahr 1770
waren auch die dritten Feiertage abgestellt worden. Osterdienstag war der erste. Es war eine
ganze "Verstörung" im Volk und es gefiel die Aenderung den Leuten gar nicht.

Quellen:

Johannes Christmann "Ein kleines Haus- oder Schreibbüchlein 1767" St. Martin
http://home.nexgo.de/fjz234/Appendix/franz/franz1.html









Passwort

Hosting: www.wetterzentrale.de, Programmierung: Mark Vornhusen