Wetterchronik 1731

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14. August

Unwetter in Ammerbach eingetragen von Mark am 20. Juni 2001

"Anno 1731 den 14.
August ist ein sehr großes Ungewitter gekommen, gegen 3
Uhr nachmittags. Dieses Gewitter zog um uns herum. Da
man gedachte es wäre vorbei, so wandte sich der Wind
wieder von Morgen her, kam über die Welmisse nach
Welnitz und Burgau, in Winzerla und Ammerbach, betroff
die Äcker und Weinberge, ward alles zerrissen und mit
Steinen beschüttet und in Grund verderbet, die Gersten
ausgeschlagen in Stehen und Mandeln auch in den
Belegen, daß über Saamensdicke und mit Händen
aufzurappen war. In dem Dorfe Ammerbach kam die
Wasserfluth alles zusammen. Das Wasser ging den Leuten
in die Stuben und in die Ställe auch Scheunen, worinnen
viel Korn verdorben, daß mans nicht genug beschreiben
kann. Am 15. August ist es von Herrn Ambtmann Rost und
Herrn Comissarien besehen worden. Den dritten Tag hat
die ganze Gemeinde müssen frohnen, daß man aus dem
Dorfe konnte gehen und fahren. Es waren die Fahrwege
alles zerrissen und tief gemacht, daß ein Mann konnte
kaum heraussehen. Es ist den Mannes Gedenken
dergleichen nicht geschehen, daß die Äcker über dem
Dorfe alles zerrissen, daß mans nicht wieder brauchen
kann."

Quellen:

Chronik von Nikol Dobermann

Der Ammerbacher
http://www.puk.de/ammerbacher/allerlei.htm









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