Wetterchronik 1884

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10. August

Unwetter und Brand durch Blitzschlag in Rukieten eingetragen von Mark am 18. Juni 2001

"Diese Schrift soll ihrem dereinstigen Finder erzählen, wie es zuging,
dass hier auf dieser Stelle ein neues Haus gebaut ward, in dessen Mauern man
mich begraben wird... Am 10. Augustus des Jahres 1884 zog ein schweres
Unwetter herauf, gegen fünf Uhr am Nachmittag brach ein großer Sturm los mit
Hagelschlag und schwerem Regen, so den Feldfrüchten viel Schaden gethan.
Dann kam das Gewitter und der Blitz, schlug in die Scheune des Erbpächters
Grabow, die er sogleich entzündete ... Der Arbeiter Schuldt wurde von dem
Blitzstrahl getroffen und fiel ohne Besinnung zur Erde. Sein Schwiegervater zog
ihn ins Freie und rettete ihn mit Mühe vor einem sicheren Tod, weil allsogleich
das ganze Gebäude lichterloh gebrannt hat und das aus Stroh bestehende Dach
dem Feuer gute Nahrung gegeben. Nun aber war die Verwirrung groß in unserem
Dorfe... unsere beiden zweirädrigen Wasserwagen verbrannten auch, die der
ganzen Gemeinde Rukieten gehörenden Eimer..., ebenso verbrannten die 40
Schafe, so sich in der Scheune befanden. Aber nicht genug des Unglücks:

Das Feuer entzündete auch das Haus des Webermeisters Harder und legte
dasselbe in Asche. Mittlerweile waren aber viele Spritzen aus der Gegend
herangeeilt... Gelöscht ist tapfer die ganze Nacht, so dass fast der ganze
Dorfteich ist leergefüllet worden. Aber getrunken ist nicht minder scharf, so dass
unser Wirth, der gute treue Wiggers, noch hat nach Bier schicken müssen in der
Nacht... Gefertigt von E. Durstelir."

Quellen:

Beim Ausheben einer Baugrube fand Siegfried Kanczyk im Oktober 1989 eine Flasche mit dieser Urkunde
http://www.svz.de/archiv/newsmv/2000/August/31./BUEZ/ortstermin.html









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