Wetterchronik 1799

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Februar

verbreitet Überschwemmungen eingetragen von Mark am 18. Juni 2001

Bei Meißen an der Elbe sind auf 100 Häuser teils von den großen Wasserfluten eingestürzt, teils so sehr
beschädigt, daß sie nicht können bewohnt werden. In meiner Vaterstadt in Fryburg an der Unstrut in
Thüringen sind den 23. Febr. ca. 23 Häuser vom Wasser eingestürzt und fortgerissen und ebensoviel
beschädigt worden. Ganze Dörfer sind eingestürzt bis auf einige Häuser und das Wasser hat an einigen
Orten nicht allein die Vorräte, Futter und Wirtschaftssachen, sondern auch viel Vieh mit fortgerissen auch
sind viele Menschen dabei ums Leben gekommen. Diese große Wasserflut ist nicht allein in Sachsen,
sondern auch in vielen anderen Ländern gewesen. Sie kam daher: Es ist in diesem Jahre ein so heftiger
und anhaltender Winter gewesen, daß die Kälte noch viel größer als 1740 und 1709 gewesen. Es war
auch viel Schnee ....., darauf kam eine heftige Kälte. Den 25. Dez. 1798 am 1. Weihnachtstage ist der
kälteste Tag gewesen. Den 22. 23. Febr. 1799 brach das Eis auf, .... .. in der Elbe 7 Ellen stark gefroren
sein da vorher etliche Tage starkes Tauwetter einfiel ...gen des sehr strengen Winters mußte auch dem
Vieh mehr Futter gegeben werden. Daher entstand Futtermangel. Das Schock kam ..... 8-10 Taler; der
Zentr. Heu 1 Taler, der Scheffel Korn 3 Taler 8 Groschen. Der Weizen galt 4 Taler; das Heidekorn 2 Taler.
Es wurde fast mit keinem andern Gelde bezahlt, als mit 10 u. 20 Kreutzern, welches römisches,

kaiserliches Geld ist; das Kurfürstl. Sächs. war fast nicht sehr zu sehen. Ein 20-Kreuzer galt 5 gl 4 ch (?),

ein 10 Kreuzer die Hälfte, näml. 2 gl 8 ch. Die Ursache des Umlaufs des Kaiserl. Geldes ist der
schreckliche und fast schon 7 Jahre lange schwere Krieg mit den Franzosen.

Quellen:

Turmkopfurkunde von Frankena
http://people.freenet.de/BernhardW/Frankena_Turmknopf.html









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