Wetterchronik 1938

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zum Jahr

Wetter und Ernte in Kalt sowie über Kartoffelkäfer eingetragen von Mark am 15. Juni 2001

Die Witterung war bis in die Ernte hinein recht eigenartig. Der
März brachte große Wärme, die beim Obst ein vorzeitiges Aufbrechen der Knospen zu Folge hatte. April
dagegen rauh und naß. Die Feldarbeiten verzögerten sich. Der Mai brachte die lange Herrschaft der
Eisheiligen. Die ganze Obsternte ist vernichtet. Das Futter steht sehr schlecht. Die Ferien beginnen. Die
Körnerfrucht steht gut, ist aber nicht reif. Es gibt große Hitze, 35 Grad im Schatten sind keine Seltenheit. In 8
Tagen ist fast alles geschnitten. Zur Einfahrtzeit setzt 8 Tage lang Gewitterregen ein. Die Frucht kann nicht
eingebracht werden und wächst auf den Halmen. Große Verluste sind zu verzeichnen.
Der Kartoffelkäfer ist aufgetreten. Der Abwehrdienst setzt im
ganzen Kreisgebiet ein. Jede Woche steigt eine Suchaktion. Schüler und Erwachsene gehen durch die Felder.
Überall findet man schon den Käfer, seine Larven, seine Eier ja bereits junge Käfer. Auch hier wurde er im
Felde gefunden. Den ersten fand man im Dorf in einem Wassertrog. Der Ertrag der
Kartoffelernte ist gut. Durch ungünstige Witterung aber nicht haltbar. Sie faulen sehr in Kellern und Mieten. Der
Absatz ist schwierig. Bis zum Januar sind keine größeren Mengen weggegangen. Auch der Weizen findet
keinen Absatz. Die Bauern sind in einer Notlage. Seit Januar ist der Kartoffelverkauf rege.

Quellen:

Chronik der Gemeinde Kalt http://www.gemeinde-kalt.de









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