Wetterchronik 1842

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zum Jahr

Kein Regen von April bis August eingetragen von Mark am 17. Juni 2001

Ein in ganz Deutschland unerhörte Dürre traf dieses Jahr auch unsere Fluren. Es
regnete nicht von April bis August. Kirchengebete auf Kirchengebete um Regen
folgten aufeinander. Vom Morgen bis zum Abend war überall eine Klage über
Futter- und Wassermangel laut, doch gedieh auffallenderweise die Winterfrucht
gut und sehr wohlschmeckend. Haber und Gerste konnten nicht geschnitten
werden, sondern mußten gerupft werden. Der Klee verbrannte überall und war
fast nur einmal abzusicheln, was umso schmerzlicher fiel, da so üppig seit
undenklichen Zeiten die Kleefelder im Frühjahr nie gestanden waren. Die
Obstbäume, welche in der schönsten Blütenpracht prangten, verloren fast alle
ihre Früchte durch Abfallen in der drückenden Hitze. Die meisten Wiesen gaben
keine Grummeternte, denn jeder einzelne hütete seine Wiese ab, daher auch
kein allgemeiner Hirt bestellt wurde. Das Vieh fiel so im Preise, dass 17 bis 18
Gulden die teuerste Kuh kostete und 4 bis 5 Kreuzer das Pfund Schaf- oder
Kalbfleisch galt. Der Zentner Heu hatte den Preis von 4 Gulden. Der der Pfarrei
zugehörende Birnbaum neben dem Brechhause wurde durch die diesjährigen
November- und Dezemberstürmen bis auf den unteren Stamm umgerissen.

Quellen:

Hohentrüdingen - aus der Geschichte eines Dorfes
http://www.artefax.de/geschichte/hohenneun.html









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