Wetterchronik 1857

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28. Juni

Hagelunwetter in Gerichshain eingetragen von Mark am 24. April 2004

Dasselbe Jahr 1857 wurde unsere Gemeinde von einem Schloßenwetter ein um so erheblicheren Schaden beigefügt, als nur zwei versichert hatten. Es war am 28. Juli, also mitten in der Ernte. Das Korn lag zum Teil noch in Mandeln, der Weizen kaum erst gehauen, Hafer und Gerste noch unreif. Das Wetter kam aus Nordwest entlud sich unter anderem auch über Panitzsch, verschonte aber Brandis und Machern, indem es auf dem Wachtelberg abgesetzt und erst in Dehnitz nach Kühren zu wieder angefangen hatte. Die Schloßen waren nicht allzu groß kamen aber so dicht, daß sie binnen 5 Minuten an manchen Stellen Elle hoch lagen. Damals hielt man solch ein Unwetter für eine große Seltenheit. Denn während 16 Jahren war unsere Flur verschont geblieben. Das letzte Schloßenunwetter, zumal Leipzig stark schädigend war am 9. August 1841 gewesen. Eben darum war alles unversichert. Es hat uns leider die Folgezeit andere Begriffe beigebracht und unsere Vorsicht erhöht.

Quellen:

Chronik aus der Kirchturmkuppel Grichshain
Geschrieben von Pfarrer Gustav Adolph Leupoldt am 22. 10. 1860
http://home.t-online.de/home/striegler/Kirche/










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