Wetterchronik 1816

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zum Jahr

sehr nasses Jahr, Überschwemmungen eingetragen von Mark am 17. Juni 2001

Das Jahr 1816 war ein beispielloses nasses Jahr. Alle Flüsse traten aus und
verderbten große Landstrecken durch Überschwemmung. Die benachbarte
Altmühl trat das ganze Jahr über nicht mehr in ihr Bett zurück. Alle Wege waren
grundlos und nicht mehr zu passieren. Das Korn mißriet, Rußland
ausgenommen, in ganz Europa. Hier wurden aus dem Schober 1 bis 2 Viertel
ausgedroschen. Große Hagelschauer, die über alle Länder ausbrachen,
richteten große Verwüstungen an. Auch hier wurde dadurch das Winterfeld in
Kleinhausen und alles Obst ruiniert. Es gab nichts als etwas Gerste, Hafer und
Dinkel und die Brachfrüchte gaben nicht einmal den dritten Teil ihrer
gewöhnlichen Ernte. Hierzu kam noch ein früh eintretender Winter, so dass der
meiste Flachs auf dem Felde blieb und im Frühjahr ganz verwittert und
unbrauchbar war. In Meinheim und anderen Orten an der Altmühl wurden Hafer
und Gerste erst nach dem neuen Jahr heimgebracht. Die bei uns naß
eingesammelten Erbsen, Linsen und Schweinebohnen verschimmelten trotz aller
Vorkehrungen auf dem Haufen. Das wenig erbaute Kraut war um Neujahr im
ganzen Dorf schon aufgezehrt und der größte Teil unserer Schweine war an
einer Seuche gefallen und das Rindvieh wurde an dem schlechten Futter matt
und kraftlos.

Quellen:

Hohentrüdingen - aus der Geschichte eines Dorfes
http://www.artefax.de/geschichte/hohenneun.html









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