Wetterchronik 1861

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zum Jahr

fruchtbares Jahr eingetragen von Mark am 19. Januar 2004

Den 4ten 5 Januar sehr kalt, den 10ten bis zum 20 viel Schnee, den 21-22 bis 28 Januar grimmige Kälte, dann Regen und
viel Wasser. Der Monat Februar war diesjahr sehr gelinde, so dass wir an manchen Tagen 5 bis 6 Grad Wärme hatten, dahin
gegen war der März, April und May besonders sehr kalt. Den 18 und 19 Mai, am 1ten Pfingsfeiertage fiel Schnee.

1861 Das Jahr 1861 war ein überaus fruchtbares Jahr. In den Monaten Juni, Juli bis Mitte August hatten wir beinahe täglich
bis 2 oder drei Gewitter, und immer mit Hagel begleitet. Manche Gegenden wurden damit schrecklich heimgesucht. Es fielen
Schloßen in der Größe wie Tauben und Hüner Eier und bis 1 Pfd schwer. Unsere Gegend blieb Gott sei Dank verschont, nur
zwischen Sckorischau und Reichsthal und Schwirz, Noldau und ein Theil von Strehlitz wurden davon betroffen. Anfänglich
zweifelte man an einer guten Erndte, denn die Getreide arten standen, durchgehend sehr schlecht, so dass sehr viele
Bauern ihre dünnen Getreide felder umackerten, aber siehe da, in 4 Wochen standen die Felder und Wiesen in voller
Uepigkeit, so dass die ihre Felder ruhig stehen lassen, einer gesegneten Erndte entgegen sehen konnten, und diejenigen, die
ihre Felder hatten umgeackert, sich bald schrecklich kränkten.
Zur Erndtezeit hatten wir sehr günstige Witterung, die Erndte ging rasch von statten, es durfte nur gehauen und gebunden
werden.
Auch einer günstigen und ergiebigen Kartoffel Erndte sehen wir entgegen.

Quellen:

Chronik von Namslau
Namslau. Eine Deutsche Stadt Im Deutschen Osten Bd.II
Autor: Kelbel, Günter; Namslauer Heimatfreunde Euskirchen
http://www.petrakreuzer.de/kaboth/namslauer_chronik/namslauer_chronik.htm









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