Wetterchronik 1856

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1. Juli

Hagelunwetter eingetragen von Mark am 19. Januar 2004

1856 Den 1ten Juli Nachmittags um 2 Uhr zog ein Gewitter über unsere Stadt. Eine furchtbare Finsternis ging voran,
aber in einem Nu entladete sich das Gewitter. Es fiel ein fürchterliches Hagelwetter, was zwar ins unglaubliche schien, es
fielen Schloßen in der Größe wie Tauben, Hüner und Gänse Eier, einige waren wie die Wirtel geformt, mehrere zusammen wie
ein Klumpen, das Wetter kam Südwestlich und traf Ellguth wenig, die deutsche Vorstadt und die Stadt ganz, Böhmwitz und
Giesdorf nur einzelne Schloßen, Deutschmarchwitz, Obischau, Kaulwitz und so weiter, Reichthal und Kempen. Alle Fenster,
die Dächer, alles Getreide war förmlich zusammen gedroschen. Es gab viel Mühe, ehe die Fenster und Dächer wieder in
Stand gesetzt wurden, das Vieh auf den Feldern erlitt vielen Schaden, mehrere Haasen wurden auf den Feldern erschlagen
gefunden; auch waren einige Jahre die Flecke sichtbar auf den Dächern und Zäunen, wo die Schloßen hinfielen, an den
Pferden konnte man nach Jahren noch die Flecke sehen, wo Schloßen hingefallen sind, denn die Haare wurden weiß und
blieben weiß.

Quellen:

Chronik von Namslau
Namslau. Eine Deutsche Stadt Im Deutschen Osten Bd.II
Autor: Kelbel, Günter; Namslauer Heimatfreunde Euskirchen
http://www.petrakreuzer.de/kaboth/namslauer_chronik/namslauer_chronik.htm









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