Wetterchronik 1836

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zum Jahr

zum Wetter eingetragen von Mark am 19. Januar 2004

1836 Im Monat Mai fiel großer Schnee, wir hatten aber ein sehr fruchtbares Jahr.
Den 26ten August des Nachmittags 2 Uhr fielen große Schloßen in der Größe wie Tauben Eier, sie lagen Elle auf der
Straße hoch, zum Glück trafen sie nicht weit, sozusagen nur auf städtischen Territorium, in dem nahe gelegenen Dörfchen
Böhmwitz war nichts sichtbar. (Anm: Hier folgt ein Nachtrag mit Bleistift: Die Tabak anpflanzungen der hiesigen Einwohner
erlitten beträchtlichen Schaden.)
Im October hatten wir den ersten Frost, und es fiel großer Schnee, welchen sich die ältesten Leute nicht erinnern können,
so dass schon die rauschenden Schellengeläute der Schlittenfahrenden zu einer ungewöhnlichen Zeit vorüber eilten. Doch
nicht lange dauerte das Vergnügen, höchsten 14 Tage, denn bald darauf trat Tauwetter ein, und zur größten Freude kehrte
gleicham der Sommer wieder ein.
Den 4ten Decbr des Nachts zwischen 11 und 12 Uhr stieg ein fruchtbares Gewitter auf, (obgleich es den ganzen Tag sehr
kühl war) mit einem fürchterlichen Regenguß und einem immerwährenden Wetterleuchten und Donnerrollen; merkwürdiger
Weise war das Gewitter nach den zeitungs-Nachrichten in ganz Schlesien und den benachbarten Staaten in einer Stunde
angemeldet worden; - nach diesem Gewitter hatten wir überaus schöne Tage und warme Nächte.
Den 20ten Decbr am sogenannten großen Dienstag, am Christmarkt, hatten wir einen überaus schönen Tag.


Quellen:

Chronik von Namslau
Namslau. Eine Deutsche Stadt Im Deutschen Osten Bd.II
Autor: Kelbel, Günter; Namslauer Heimatfreunde Euskirchen
http://www.petrakreuzer.de/kaboth/namslauer_chronik/namslauer_chronik.htm









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