Wetterchronik 1686

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zum Jahr

Wetter in Annaberg eingetragen von Mark am 18. Januar 2004

Die Herren Kalenderschreiber haben im Monat Juli große Hitze und heftig gefährliche Donnerwetter vorhergesagt, haben aber ziemlich daneben geschossen, da vom 10. Juli bis fast zu Ende stets unlustig, kalt und trübes Wetter gewesen, und hat das gemeine Sprichwort gar eben zugetroffen: Die Kalendariographen machen die Kalender, aber unser Herrgott macht das Wetter.

Den 10. August des Morgens nach 3 Uhr erhob sich ein heftig starkes Gewitter, mit fortlaufend schrecklichen Blitzen, ging aber, Gottlob! bei uns ohne Schaden ab, so furchtbar und besorglich es sich auch erst anließ. Zu Geyer aber hat es einem Mann die Haare vom Kopf angesenget, und auch an anderen Orten eingeschlagen.

Den 4. Dezember, am Tage St. Barbara, nachmittags dreiviertel 3 Uhr, nachdem bisher stets schlechtes Wetter gewesen und untereinander geregnet und geschneiet, hat es bei starkem Wind und Schneegestöber einen starken Blitz und heftigen Donnerschlag zu ungewöhnlicher Zeit in den Kirchturm getan, daß das Blei etlicher Fenster zerschmolz, doch Gottlob! nicht zündete und weiter Schaden getan, wiewohl es gefährlich genug gewesen. Dergleichen Donnerschlag ist eben an dem Tag, Ort, der Stund und Weise in diesen Turm bereits geschehen vor 98 Jahren.

Quellen:

Paulus Jenisius
ANNABERGER CHRONIK
http://www.streifzuege-online.de/chronik/annaberg/jenisius/3/17jh9.htm









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