Wetterchronik 1685

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zum Jahr

Zum Wetter in Annaberg eingetragen von Mark am 18. Januar 2004

Den 14. Mai Abend um 6 Uhr schlug das Wetter in die Stadtmauer beim Frohnauer Tor, tat aber, Gottlob! sonst keinen Schaden.

Dieses Jahr waren kalte, schaurige Pfingsten, und ist vom 7. Juni bis zu Ende dieses Monats fast stets trübes und verdrießliches Regenwetter gewesen.

In diesem Monat (August) ist noch immer trüb, unlustig und nasses Wetter gewesen, der Ernte sehr hinderlich, und hat dieses nasse Wetter und die ungesunde Zeit den ganzen Sommer über gewähret, bis um den 13. September, allwo sichs geändert, und ist ein schöner, beständiger und warmer Herbst darauf gefolget, welcher wärmer und bequemer als der Sommer gewesen.

Den 2. September hat es dieses Jahr schon geschneit, weil stets nasses Wetter und trüber Himmel gewesen.

In diesem Monat blühten die Rosen zum andern Mal und war gar liebliche Zeit, wie mittags im Sommer, fast bis zu Ende des Herbstes. Worauf ein unbeständiger Winter erfolgte, daß, wenn es gleich zum öftern schneite, solcher Schnee doch nicht liegen blieb. Es hat auch nicht gefroren, sondern ist stets laues und bequemes Wetter ohne Schnee und Kälte bis zum Neuen Jahr verblieben.

In diesem Monat November fand sich Regenwetter ein, war trüb und unlustig, ungesunde Zeit. Es ist auch um diese Zeit ein großer Schaden in Holland geschehen, wegen entstandener Wasserfluten, da es um Stade, Bremen und den Orten viel Menschen und Vieh ersäufet, wie die amtlichen Schreiben damals mehrfach berichtet haben.

Im Monat Dezember war liebliches und feines Wetter, schöne, bequeme Weihnachten und Neujahr, ohne Schnee und Kälte, dergleichen in vielen Jahren nicht gewesen.


Quellen:

Paulus Jenisius
ANNABERGER CHRONIK
http://www.streifzuege-online.de/chronik/annaberg/jenisius/3/17jh9.htm









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