Wetterchronik 1770

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zum Jahr

viel Regen, Schnee zu Ostern, Mißernte eingetragen von Mark am 17. Juni 2001

Im vorigen Herbst, Winter, Frühjahr und Sommer hatte man beständig
Regenwetter. Auch fiel um Ostern noch ein grausamer Schnee, der 14 Tage
liegen blieb. Die Vögel sind dabei dem Tausend nach umgekommen, sonderlich
die Lerchen, welche man mit der Hand auf dem Feld fangen konnte. Die
beständig nasse Witterung, sonderlich der letzte Schnee tat denen Früchten so
weh, dass wir ein großes Mißjahr bekamen. Ganze Morgen standen da mit
Roggen, Dinkel, Gersten, darauf man kaum eine Garbe bekam. An Roggen war
vornehmlich Mangel. Die Teuerung wurde sehr groß und welches das
wunderbarlichste ist, so fing sie um die Erntezeit an und wuchs beständig. Das
Brot wurde zum Erbarmen klein. Zu Ende dieses Jahres kostete der Simra
Roggen, nämlich 10 Oettinger Viertel 36 - 38 Gulden, der Kern ( enthülster
Dinkel ) und Weizen ebensoviel, das Simra Gersten 42 - 45 Gulden, Haber 16
1/2 Gulden, ein mittelmäßige Welschruben 2 Kreuzer. Kraut ist wenig
gewachsen.

Quellen:

Hohentrüdingen - aus der Geschichte eines Dorfes
http://www.artefax.de/geschichte/hohenneun.html









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