Wetterchronik 1805

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zum Jahr

kühles Jahr, früher Wintereinbruch eingetragen von Mark am 7. Mai 2003

1805 der Winter war sehr kalt. Es graßete im vorigen und Anfang
dieses Jahres in einigen Ländern die Pest. Das Frühjahr- war sehr
ungesund fast alle Leute waren, so weit man nur hörte, mit dem
sogenannten Fluß=Fieber, viele 6 bis 10 Wochen, geplaget.
Der ganze Sommer war kalt und sehr naß, den ganzen Sommer konnte
man kaum 8 gute T(age) zählen. Im September war es etwas
besser, daß man doch das Ehmd ordentlich bekam. Aber am Ende
gabs schon starken Reifen so auch anfangs Octobers. Den 11ten Oct
noch ehe, als die Nüsse und viele Aepfel abgemacht waren, schneite
es gar entsezlich, daß der Boden stark bedeckt, und die Bäume
so voll Schnee wurden, daß viele zerrissen, am 12ten gieng er zum
(T)heil wieder ab. Sonntag den 13ten war es noch ärger, der Schnee
war im Wald ein starcker Werkschu tief, am Morgen darauf waren
Eiszäpflin an den Dächern, hernach fiel wieder Regenwetter ein.
Den 31ten 8br(Okt.)schneite es, und anfangs 9br(Nov.) waren die Nächte so kalt, daß
es bereits geladene Wägen trug und waren noch sehr viele Grund
birne auszumachen, und noch viel zu säen. Die Trauben blieben
fast alle steinhart. In der Mitte des Sommers fiengen die Lebens=
Mittel wieder an theuer zu werden. Im Oktober hat der Sack Kernen
27 bis 30 Pf.gegolten, und die Mischelfrucht von 20 bis 26 Pf.

Quellen:

Die Hägelberger Dorfchronik des Schulmeisters Benedikt Rösch von 1788 bis 1809
http://hometown.aol.de/haegelbergbib/bibel.htm









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