Wetterchronik 1800

Infos Neuer Eintrag Übersicht

zum Jahr

große Hitze und Trockenheit, Waldbrände eingetragen von Mark am 7. Mai 2003

...daß der Kernen nur halb so groß wurde als andere Jahr. Die Winterfrüchte
blieben sehr dünn. Emd gabs fast keins. Es war große Noth. Man hatt kein
Gras für das Vieh. Man mußte im Sommer viel Heu füttern, das Vieh trieb
man die Nacht durch in Wald wo es war, das Gras war auf den Matten
und in den Gärten von der großen Hitze weggebrannt, es fiel des
Nachts kein Thau, es gieng aneinander fort ein starker Wind, der
alles noch mehr austrocknete, es blieben an manchen Orten die Brunnen
zurück, der Wald war im August so abgestanden, gelb, roth, und nicht nur
wie im Spätjahr wenn das Laub abfallen will, sondern das junge
Holz war am Laub, oder eigentlich das Laub am jungen Holz was etwa
Mann Höhe hatte ganz welk, als wenns gesotten wäre. Diese Jahre
durch hatte der Butter 6 bis 8 Bazen gekostet. Er war aber die 90 er
Jahr durch sehr theuer, und kostete von 5 bis 15 Banzen. Auch fehlte immer
Vieh doch in einern Ort mehr als im andern, aber an vielen
Orten doch fast alles. Nicht zu vergessen ist der große Jammer, der
1800 durch die harte Hiz und Tröcken im August entstund, es brach gar
an vielen Orten, und noch mehr im Wald Feuer aus, daß an verschiedenen
Orten einige 1000 Jucherten abgebrannt sind.

Quellen:

Die Hägelberger Dorfchronik des Schulmeisters Benedikt Rösch von 1788 bis 1809
http://hometown.aol.de/haegelbergbib/bibel.htm









Passwort

Hosting: www.wetterzentrale.de, Programmierung: Mark Vornhusen