Wetterchronik 1755

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26. Dezember

Erdbebenserie beginnt in Gressenich eingetragen von Mark am 7. Mai 2003

Auch der Gressenicher Pastor Mathias Morschel hat ueber das Erdbeben berichtet:” Am 26. Dezember 1755, auf St. Stephans-Tag, um 4 Uhr nachmittags, hat man zum ersten Mal das Erdbeben verspuert, wodurch viele Schornsteine heruntergefallen sind. Taeglich hat das Erdbeben angehalten, bis zum 18. Februar 1756. Da hat es morgens um 8 Uhr ein so starkes Beben gegeben, dass es zwei Vaterunsern und Gegruessetseistdumaria angehalten hat. Wir meinten alle unter den Haeusern begraben zu werden. Am 2. Juni nachts um ein Uhr haben wir wiederum ein starkes Erdbeben gehabt von zwei Vaterunsern und Gegruessetseistdumaria, so dass alle Gebaeude gesprungen sind, auf und ab mit Sturm und Donnerwolken, und es hat auch geblitzt mit Schwefelgestank vermischt. Diese Erdbeben sind bald mit Sturm, bald mit Regen, bald mit lindem, gutem Wetter gekommen und mit allen Winden und Geschossen in die Luft wie die schwerste Kanonen. Und die Erde hat sich aufgehoben. Und es hat am 18. Februar eine Erdoeffnung gegeben oberhalb von Zweifall bei Vossenack, wo ein Berg mit zwei Eichenbaeumen 40 Schritt weggeworfen sind mit der Erde. Und diese Erdbeben haben monatlich mit vollem Licht und oft mit jungem Licht angefangen und bis Mai angedauert.” (Eschweiler Beitraege, II S. 175)
Nach dem grossen Beben von 1755 wurden in die Kirche von Gressenich Eisenstangen zur Stabilisierung eingebaut. Das Erdbeben hatte die Kirche baufaellig gemacht. Es richtete auch an den Pfarrkirchen von Eschweiler und Nideggen Schaeden an. Der Vichter Pastor Heck berichtete darueber: 18.2.1756: ”Unsere Kirche auf der Vicht bekam oben im Gewoelbe Baerste, und auf dem Chore barsten die Seitenmauern durch und durch, und zu Gressenich, Nothberg und Eschweiler barsten die Kirchen oben im Gewoelbe fast ganz”.
Die Bewohner von Gressenich gelobten damals eine jaehrliche Prozession zu den Fussfaellen am Sonntag nach dem Fest der Sieben Schmerzen Mariae im September. Die Fussfaelle sind an der Strasse auf Koettenich zu gebaut. Sie bilden die Faelle Jesu Christi auf seinem Leidensweg nach und sind die aelteste Form des Kreuzwegs. Ihr Ursprung reicht in die Zeit der Kreuzzuege zurueck.

Quellen:

Erdbeben in Stolberg
http://www.stolberg-olbertz.de/Uebersicht/Geschichte/Erdbeben/erdbeben.html









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