Wetterchronik 1729

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17. August

Heuschrecken fallen in Birnbaum/Miedzychod ein eingetragen von Mark am 20. April 2003

1729 den 17ten August kamen auch die Sprenkel hierher zu uns mit hellen Haufen. Sie waren wie eine Wolkenbrucht und fielen alle mit einander auf die Gerste, weil das Korn war allbereits Gottlob eingeerdnet worden. Doch wir ließen sie sizzen, und wollten uns nich mit ihnen jagen, dahero kam es, daß sie auch nicht gar zu großen Schaden thaten. In unserer Nachbarschaft zu Schwiebsen, Meseriteschen Kreis und auch in unserer Gegend haben sie alles abgefressen, und ist in Prittisch gar nichts, in Striche aber Blutwenig erhalten worden. Im Gubenschen, Croßnischen und schlesischen Lande haben sie nun schon 2 Jahre nach einander gewüthet, und das macht der garstige Bruth den sie des Winters über zurücke ließen auch sogar in der Erden sich Nester machen wie mich deucht, daß solchen zu dämpfen kein besser Mittel, als Brühheiß Wasser, welches man auf dem Felde in Kesseln nicht weit von ihren Nestern kocht, und sie damit verbrüht. Man hat bishero sie insgemein mit großem Geschrei, Drommeln und Klingen derer Becken, wenn sie sind angekommen, von denen Feldern vertreiben wollen, aber man hat bemerkt, daß sie nur giftiger und hitziger worden sind, und wenn sie nachher wieder auf das Getreide gefallen sind, haben sie desto größeren Schaden gethan. Viele unter denen Heuschrecken waren wie die kleinen Vögel so groß, haben 4 Fliegel, welche inwenig sehr artig mit lineamenten gezeichnet waren, ein Maul wie ein Verkel so spitzig nebst 4 weißen Spitzen oder Stacheln die aus ihrem Munde rageten, und statt derer Zähne sein sollten. Gott bewahre uns ferner vor solche Fressers !

Quellen:

Chronik von Birnbaum
http://wald.heim.at/sherwood/531528/reinhold_1843_chronik/reinhold_1843_chronik_061-070.htm









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