Wetterchronik 1939

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21. August

Polarlicht eingetragen von Claudia Hinz am 27. August 2002

"In der Nacht standen wir mit Hitler auf der Terrasse des Berghofes und bestaunten ein seltsames Naturschauspiel: ein überaus starkes Polarlicht überflutete den gegenüberliegenden, sagenumwobenen Untersberg für eine lange Stunde mit rotem Licht, während der Himmel darüber in den verschiedensten Regenbogenfarben spielte. Der Schlußakt der Götterdämmerung hätte nicht effektvoller inszeniert werden können. Die Gesichter und Hände eines jeden von uns waren unnatürlich rot gefärbt. Das Schauspiel rief eine eigentümlich nachdenkliche Stimmung hervor. Unvermittelt sagte Hitler, zu einem seiner militärischen Adjutanten gewandt: 'Das sieht nach viel Blut aus. Dieses Mal wird es nicht ohne Gewalt abgehen.'"

Quellen:

A. Speer, Erinnerungen. Berlin 1969, S. 177.
Im "Handwörterbuch des deutschen Aber-glaubens" (Bd. 6, Sp. 1118ff.) wird die "blutig rote Farbe des Nordlichts" als Omen für Krieg, Kampf und Blutvergießen gedeutet. Man glaubte in ihm Heere kämpfender Geister zu erblicken und dies bedeutete Kriegsprophetie für die Erde.









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