Wetterchronik 1911

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zum Jahr

Der ungewöhnlich heiße Sommer 1911 eingetragen von Hans-Dieter Mller am 6. August 2002


Wärmster Sommer in Mitteleuropa im Zeitraum 1874 - 1946
Trockenster Sommer in Deutschland im Zeitraum von (mindestens 1881) - 1975

Vorgeschichte:
Bereits am 30. März verzeichnet Cottbus einen Sommertag. (Tmax +25)
Am 19. April verbreitet in Deutschland Temperaturen über +25C.

28.Juni
Die Sitzung des preußischen Abgeordenetenhauses wird wegen unerträglicher Hitze vertagt.
23.Juli
In Berlin erreicht die seit Wochen anhaltende Hitzewelle mit +33C einen
Höhepunkt.
In Magdeburg werden an diesm Tag +37,5C, in Jena +39,9C gemessen.
Enden Juli wird in Berlin mehrmals die +35C-Marke überschritten.
26. Juli
Tmax +39,3C in Landshut (Bayern)
3. August
Das preußische Kultusministerium verfügt wegen der anhaltend großen Hitze das der Unterricht in den Schulen ausfallen darf.
In Frankfurt /M. werden alleine im August 25 Sommertage registriert.
In Berlin fallen im August insgesamt nur 7 mm, in Bern 1 mm u. in Genf 5 mm an Niederschlägen.

In Berlin werden 53 Sommertage (Tmax=>+25C) gezählt, am Niederrhein sogar 80.

Anzahl der Tage mit Tmax von +30C u. mehr. (01.06.-31.08.)
Potsdam: 24
Hamburg: 14
Jena: 39!
Paris: 15
Genf: 31
Zürich: 42!
Prag: 17

In Trier werden am 3. September noch über +35C gemessen.

Folgen:
In einigen Regionen Deutschland führt der trockene u. heiße Sommer zu Mißernten.
Die Kartoffelernte erreicht nur 75%, die Zuckerrübenernte bringt es gar nur auf 60% des Vorjahres.
Katastrophal fällt auch die Heu- u. Futtermittelernte aus.
Die Grundnahrungsmittel verteuern sich.


Quellen:











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