Wetterchronik 1832

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13. August

Hagelschlag in Herscheid und Umgebung eingetragen von Mark am 16. Juni 2001

Ein schlimmer Hagelschlag kam am 13. August 1832. Dieses Unwetter entlud sich am fürchterlichsten über
den Gemeinden Herscheid, Kierspe, Meinerzhagen und Valbert. Es gab in dieser Gegend Felder, auf denen
das Getreide so spurlos verhagelt war, daß man kaum noch die Art desselben erkennen konnte. Den Häusern
erging es ebenfalls nicht vom besten, indem die Fensterscheiben an verschiedenen Orten zu Tausenden
zerklirrt waren.

Der von dem Hagelschlag am 13. August 1832 angerichtete Schaden wurde betreffs der Gemeinde
Herscheid in folgender Höhe geschätzt: für 81 Familien der Ebbe-Bauerschaft auf 9702 Rtlr., für 100 Familien
der Dorfbauerschaft auf 1.527 Rtlr. und Berg-Bauerschaft auf 1.660 Rtlr., für 33 Familien in der Silveriner
Bauerschaft auf 2.748 Rtlr., für 69 Familien der Dankliner-Bauerschaft auf 17.320 Rtlr.. Nach den Angaben von
Julius Hölterhoff sollen Stadt und Amt Plettenberg durch diesen Hagelschlag auch einen Schaden von etwa
24.000 Trlr. erlitten haben. Hölterhoff berichtet auch noch von einem verheerenden Hagelwetter im Frühsommer
1813 und von einer großen Wasserflut in der Nacht vom 23. zum 24. Juni 1813: "Das Wasser kam in
Plettenberg bis an die Kirche. Die Ehefrau Kuhne wurde mit dem Bett, worin sie lag, aus ihrer Wohnung auf
den sogenannten Keller an der Oester fortgeschwemmt und erst unter der Stadt gerettet. Die Gärten
versandeten."

Quellen:

Plettenberg-Lexikon, Rötelmann-Chronik
http://www.plettenberg-lexikon.de/chroniken/roetel.htm









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