Wetterchronik 1907

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Zu den Schneemassen im Januar und zum Sommer eingetragen von Mark am 8. Oktober 2001


(...)
Nachdem ich bei der
Reichstagsstichwahl meiner patriotischen Pflicht genügt, entfloh ich der Kaisergeburtstagsfeier und reiste am
26. Januar schon mit Mutter nach Stuttgart, verbrachte dort den Sonntag, 27. Januar. Bei herrlichem Wetter
gingen wir auf die Höhen und freuten uns an der malerischen Aussicht auf die Stadt und an dem fröhlichen
Treiben der überall rodelnden Jugend. Am 28. kamen wir in Palmwald an und erkannten bald, dass dieses Mal
unsere Wahl die richtige für mich gewesen war. Wir hatten eine nette Stube mit dem weiten Ausblick auf das
Tal vor uns, dahinter die schwäbische Alb, den Hohenzollern, alles tief im Schnee. In den acht Wochen meines
Aufenthaltes habe ich fast nie den Fuß auf die Erde gesetzt, der Schnee lag meterhoch, doch war nach allen
Seiten Bahn gemacht, so dass wir täglich unsere Spaziergänge im Wald und auf den Chausseen machen
konnten. Die hohe kräftige Luft tat meinen Nerven bald wohl und verschaffte mir besseren Schlaf.

(...)

Der Sommer brachte nicht viel Besonderes, im Mai und Juni ungewöhnliche Kälte, so dass wir wenig unser
Gärtchen genießen konnten, aber es wurde die Ernte doch reif - Trost für diesen kalten Frühling (1917). (...)

Quellen:

Lebenserinnerungen Friedrich-Wilhelm Bernhard Höhndorf 1849 - 1918
http://www.ping.de/sites/afu/hoehndorf/index.htm










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